Die an dem Institut betriebenen Geschichts- und Altertumswissenschaften sind universal historisch ausgerichtet und schließen keinen geographischen Raum und keine historische Epoche aus. Hauptgegenstand des lnstituts bildet der antike Mittelmerraum und Vorderasien, v.a. Armenien.
Das dem lnstitut für Geschichts- und Altertumswissenschaften zugrunde liegende Konzept beruht auf einem integrierenden Begriff der Kultur, in dem die traditionellen Grenzen zwischen historischen, archäologischen und philologischen Disziplinen aufgehoben sind. Als Matrix für das Verständnis historischer Prozesse wird besonders Wert auf grundlegende Kenntnisse der Historischen Geographie der Alten Welt gelegt.
Einen Schwerpunkt bildet die empirische und hermeneutische Analyse von historischen Prozessen auf der Grundlage der christlichen Kultur- und Geistesgeschichte. Dabei werden abendländische Erinnerungskulturen und die Entwicklung nationaler Geschichtsbilder behandelt und aufgezeigt wie kulturelle Wandlungsprozesse zur Veränderung gesellschaftlicher Normen- und Wertesysteme führen.
Die Lehrveranstaltungen am Institut Geschichts- und Altertumswissenschaften bieten eine solide Grundausbildung in interdisziplinären Generalkompetenzen und sind - projektorientiert, wobei die Studierenden miteinbezogen werden, indem sie sich an der Gestaltung von Lehrveranstaltungen und Exkursionen aktiv beteiligen. Forschung, Lehre und Weiterbildung werden als Trinität verstanden. Um innovative Abschlußarbeiten zu fördern, wird eine eigenständige Vertiefung in Speziaikenntnissen gefördert, die den jeweiligen Studenten besonders interessieren.
Die Lehrveranstaltungen zielen darauf, historische Fakten in geschichtswissenschaftliche Interpretationszusammenhänge einordnen zu lernen und ihre Bedeutung für gesellschaftliche und ökonomische Konstellationen der Gegenwart zu erkennen. Deshalb arbeitet das Institut für Geschichts- und Altertumswissenschaften sowohl in den Ausbildungsgängen als auch bei den Forschungsprojeken eng mit den übrigen Instituten der DUA zusammen.
Da die Geschichts- und Altertumswissenschaften mit den historischen, geographischen, kulturellen und ethischen Dimensionen wirtschaftlichen Handelns konfrontiert sind (man denke an Wirtschaftsgeographie, Wirtschaftsgeschichte, Kolonialgeschichte etc.), sei v.a. auf die transdisziplinäre Zusammenarbeit mit den wirtschafts- und verwaltungswissenschaftlichen Studiengängen der DUA hingewiesen.
Das Institut hat die Schirmherrschaft der An-Institute für Historische Geographie und Montan-Archäologie übernommen.
Prof. Dr. Heinz Warnecke